Digitalisierung in Schule und Kindergarten


Die Digitalisierung hat das Leben der Menschen in den letzten 20 Jahren sehr nachhaltig verändert. Es gibt immer weniger Bereiche, die vollkommen ohne Computer oder Internet auskommen. Mittlerweile nutzen die meisten Menschen quer durch alle Altersgruppen ein Smartphone, mit dem sie auch viele Dinge des Lebens regeln. Dies betrifft die Bankgeschäfte, die Suche nach Telefonnummern oder Fahrverbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Lesen aktueller Nachrichten.

 

Foto: Fotolia

Auch vor Kindern und Jugendlichen macht die Digitalisierung nicht Halt. Mittlerweile nutzen Kinder ab einem Alter von etwa zehn Jahren täglich ihr eigenes Smartphone. Dabei geht es jedoch weniger um die Dinge des täglichen Lebens, sondern um Unterhaltung und Zeitvertreib. Der Austausch in den sozialen Netzwerken und das Suchen nach Ablenkung durch Spiele verdrängt klassische Aktivitäten wie das gemeinsame Spiel an der frischen Luft, das Fahrrad fahren oder das Bolzen auf den Fußballplatz. Und so stellt sich die Frage, inwieweit die Digitalisierung für Kinder und Jugendliche förderlich ist und ob sie überhaupt noch aufgehalten werden kann.

Fernhalten oder heranführen – der richtige Weg

Seit Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler und Pädagogen mit der Frage, ob digitale Medien für Kinder eher förderlich oder schädlich sind. Das Schulfach Medienerziehung wird seit Jahren diskutiert, jedoch wurde es bislang nicht eingeführt, obwohl es viele Pädagogen als ausgesprochen wichtig empfinden, dass die Kinder lernen, richtig und maßvoll mit den Medien umzugehen und optional zur Nutzung des Smartphones auch mal ein Buch oder eine Zeitung zu lesen.

Bislang gehen die Meinungen über das richtige Maß stark auseinander. Eine Gruppe vertritt die Auffassung, dass Kinder so lange wie möglich von den Medien ferngehalten werden und die Zeit nutzen sollen, um sich klassisch mit Malen, Zeichnen und Herumtoben zu beschäftigen. Dies fällt jedoch vor allem dann schwer, wenn andere Eltern einen anderen Weg gehen und ihren Kindern bereits in frühem Lebensalter ein Smartphone zur eigenen Nutzung überlassen.

Auch in der Klax Gruppe beschäftigt man sich mit diesem Problem und ist der Auffassung, dass eine vollkommene Abstinenz von den digitalen Medien für Kinder auch nicht förderlich ist. Sie könnten später in ihrer Entwicklung hinter Gleichaltrigen zurückstehen, wenn sie den Umgang und die Möglichkeiten des Smartphones nicht rechtzeitig erlernen und entdecken. Aber auch die Mehrheit der deutschen spricht sich für ein richtiges Maß aus. Kinder sollten beides kennenlernen und von Eltern und Pädagogen sanft an den Umgang mit den digitalen Medien gewöhnt werden.

Das richtige Maß finden

Eltern und Pädagogen sind in Bezug auf die Medienerziehung ihrer Linder in einer sehr großen Verantwortung. Auch wenn es ein guter Ansatz zu sein scheint, die Kinder so lange wie möglich von dem Smartphone, dem Internet und anderen digitalen Medien fernzuhalten, besteht doch die Gefahr, dass die Kinder in ihrer Entwicklung zurückbleiben.

Wenn sie nicht damit umzugehen wissen, kann ein Ausschluss aus der Gemeinschaft damit verbunden sein, denn die meisten Kinder lernen den Umgang mit den Medien früh, und leider wird dies von den Eltern nicht immer gut gesteuert. Wichtig ist, dass die Eltern sich früh mit der Medienerziehung beschäftigen und gemeinsam mit Pädagogen versuchen, für ihr Kind den richtigen Weg zu finden.


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