Wenn Eltern müde sind – Wie viel Auszeit ist ok?


Frischgebackene Eltern, ein Ehepaar mit zwei Kleinkindern oder Alleinerziehende mit Teenagern – sie alle teilen das gleiche Schicksal: Als Elternteil stößt man früher oder später an seine körperlichen wie mentalen Grenzen. In jedem anderen Job nimmt man sich in einem solchen Fall ein paar Tage frei. Als Elternteil traut man sich jedoch häufig nicht, die benötigte Auszeit zu nehmen. Wer hier aber das eigene Wohl vernachlässigt, der riskiert ernst zu nehmende Gesundheitsprobleme.

Frühzeitig die Symptome erkennen

Immer mehr Eltern werden mit dem Burn-out-Syndrom diagnostiziert. Auch Depressionen sind unter Vätern und Müttern keine Seltenheit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der gesellschaftliche Druck, das perfekte Elternteil zu sein, wächst stetig. Es wird erwartet, dass man die neuesten Erziehungsmethoden kennt, akribisch darauf achtet, was das Kind isst und am besten die Kleidung auch noch selber näht. Da ist es leicht, den hohen Standards nicht zu entsprechen. Wer diese jedoch zu ernst nimmt, der fühlt sich oft als Versager in seinem wichtigsten Job.

Der Körper sendet unentwegt Signale darüber, wie er sich fühlt. Wer hier genau hinhört, der wird rechtzeitig feststellen, dass etwas nicht stimmt. Die ersten Anzeichen von Erschöpfung sind dabei eindeutig:

  • Konstante Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Vergesslichkeit

Hinzu kommen können Symptome wie Tinnitus oder Schwindelgefühl. Auch äußerlich gibt es eine Reihe von möglichen Indikatoren. Tränensäcke, verquollene Augen und dunkle Augenringe sind besonders offensichtlich. Aber auch brüchige Nägel, trockene Haut und Haarausfall sind klassische Hinweise darauf, dass ein Problem besteht.

Wann ist es an der Zeit zu handeln?

Grundsätzlich sollte man nicht darauf warten, in eine tiefe Depression zu verfallen, bevor Handlungsbedarf gesehen wird. Wer sich regelmäßig eine Auszeit gönnt, der trifft für seine ganze Familie die richtige Entscheidung. Denn wenn die Eltern frisch und erholt sind, können Sie sich voll und ganz um das Wohl des Nachwuchses kümmern.

Dabei ist es nicht notwendig, gleich eine Urlaubsreise anzutreten. Ein paar einfache Tipps und Tricks geben Raum für die benötigten Ruhephasen des Elterndaseins:

  • Frühaufsteher sollten die Ruhe vor dem Sturm nutzen, um dreißig Minuten Zeit für sich zu nutzen. Ein Kaffee auf der Terrasse mit der Morgenzeitung oder ein gutes Buch und der Tag beginnt viel entspannter.
  • Sport ist ein wunderbarer Ausgleich für Stress. Yoga oder Pilates lässt sich im eigenen Wohnzimmer praktizieren, zum Beispiel wenn die Kids schlafen oder grad bei der Oma zu Besuch sind.
  • Das Geschirr steht dreckig in der Spüle? Die Wäsche ist noch nicht auf der Leine? Die Schuhe für die Schule sind nicht geputzt? Es ist absolut legitim, ab und zu eine Aufgabe auf den kommenden Tag zu verschieben, um eine halbe Stunde Ruhephase einzuschieben.

Fazit – Die richtige Balance finden

Wenn es darum geht, eine Auszeit vom Elternsein zu nehmen, ist es wichtig, eine gute Balance zu bewahren. Viele kleinen Pausen zwischendurch sind dabei hilfreicher als eine Woche Luxusurlaub auf den Malediven – obwohl der natürlich auch Wunder wirkt!

Bild: ©istock.com/fizkes


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