Der erste Laptop Ihres Kindes – was gibt es zu beachten?


Vor dem Kauf

Im Gegensatz zu zum Beispiel einem Tablet, welches vorrangig dafür genutzt wird Inhalte zu konsumieren, kann Ihr Kind mit einem Laptop kreativ und produktiv tätig werden, Inhalte erstellen. Somit ist es bestens für den Schulalltag geeignet. Ebenfalls das 10-Finger System auf einer Computertastatur zu nutzen, kann so erlernt werden. Dies wird leider in der Zeit von Touch-Tastaturen auf Smartphones und Tablets oft vernachlässigt, ist aber nach wie vor integraler Bestandteil der meisten beruflichen Tätigkeiten.

Beachten Sie, dass ein Gerät, welches mit in die Schule genommen werden soll, natürlich leichter und mobiler sein sollte, als ein Laptop welcher die meiste Zeit an seinem fest angestammten Platz zu Hause steht. Auch die Leistung des Laptops sollte überzeugen, damit Ihr Kind bei langen Ladezeiten nicht die Geduld und somit die Freude an der Arbeit mit dem tragbaren Computer verliert. Es folgen ein paar einfache Tipps, mit denen auch einem Techniklaien ein guter Kauf gelingt.

Die Größe eines Laptops orientiert sich nach dessen Bildschirmdiagonale. Für den mobilen Einsatz sind 13 Zoll Geräte am besten geeignet. Sie vereinen Mobilität und lange Akkulaufzeit mit ausreichend Leistung für Alltagstätigkeiten wie die Recherche im Internet, das Schreiben von Hausaufgaben, das Verwenden mehrerer Programme gleichzeitig und auch das eine oder andere Spiel zwischendurch.

Die wichtigsten Komponenten sind der Prozessor, der Arbeitsspeicher und die Festplatte. Beim Prozessor sollte es zumindest ein »Dual Core« Prozessor sein. Festplatten gibt es in verschiedenen Varianten. Sie sollten beim Kauf darauf achten, ein »SSD« Modell mit mindestens 128 GB Speicherkapazität zu bekommen. SSD-Festplatten ermöglichen raschen Datenzugriff und somit kurze Ladezeiten. 128 GB sind ausreichend Speicher für alle wichtigen Programme und Dokumente, zum Beispiel für Hausaufgaben. Die Fotobibliothek und Musiksammlung vom Smartphone finden auch noch Platz auf dem Laptop. Der Arbeitsspeicher, bezeichnet als »RAM«, ist dafür verantwortlich, dass mehrere Programme gleichzeitig, ohne Verzögerung ausgeführt werden können und sollte mindestens 8 GB betragen. Als Betriebssystem empfiehlt sich Windows 10. Die meisten Schulsysteme, falls nicht anders angegeben, basieren auf Windows.

Wenn Sie sich an diesen Informationen orientieren, kann beim Kauf kaum noch etwas schief gehen. Ihr Kind wird seine Freude damit haben auch selbstständig Neues zu lernen und ist mit einem solchen Laptop bestens für die Schule vorbereitet.

Gebraucht oder neu?

Eine Alternative, die sich gerade beim ersten Laptop anbietet und immer mehr Beliebtheit erfreut, ist ein gebrauchtes Gerät. Dies kann entweder auf Online-Plattformen von Privat, oder direkt von den großen Herstellern, die generalüberholte Laptops anbieten, erworben werden. Selbstverständlich lässt sich viel Geld bei der ersten Investition sparen und gerade die gebrauchten Geräte der großen Hersteller stehen leistungstechnisch den aktuellen Modellen kaum nach. Meist sind die generalüberholten Laptops (Englisch: »refurbished«) in einem neuwertigen Zustand mit keinerlei sichtbaren Gebrauchsspuren und bei Bedarf fachgerecht ausgetauschten Komponenten.

Wenn Sie ein gebrauchtes Gerät von Privat kaufen, ist es allerdings vorteilhaft zumindest Grundkenntnisse in der Thematik zu besitzen, da es vorkommen kann, dass gewisse Teile der Dokumentation und Handbücher fehlen, oder noch zusätzliche Installationen und Aktualisierungen am Betriebssystem vorgenommen werden müssen.

Das Internet und Ihr Kind

Am wichtigsten ist sicherlich eine gute Vertrauensbasis zu haben und ein ausführliches Gespräch, besonders über Soziale Medien, mit Ihrem Kind zu führen. Erklären Sie, dass nicht jeder »Freund« im Internet ein echter Freund ist und dass Ihr Kind niemals persönliche Informationen, wie zum Beispiel die Adresse oder Urlaubsdaten an Fremde weitergeben soll. Ihr Kind muss verstehen, Anhänge in E-Mails von Unbekannten nicht zu öffnen, da dadurch Zugang zum Computer von außen erlangt werden könnte.

Jedes Betriebssystem verfügt heutzutage über Kinderschutzeinstellungen. Nehmen Sie sich die Zeit, sich damit vertraut zu machen. Damit können Sie Nutzungszeiten für den Computer festlegen und bestimmte Aktionen, sowie Internetseiten beschränken. Legen Sie für Ihr Kind ein eigenes Benutzerkonto, ohne Administratorrechte an, damit Sie, als Administrator, immer die Kontrolle über den Computer und dessen Einstellungen behalten. Windows 10 bietet als Virenschutz den »Windows Defender« an. Bei umsichtigem Verhalten im Internet  ist dieser Schutz völlig ausreichend. Bei Zweifel sollten Sie sich aber dennoch nach einer Virenschutzlösung für das Laptop umsehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, machen Sie Backups auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Sollte mal etwas schiefgehen, so sind die Erinnerungsfotos vom letzten Ausflug mit Freunden und die Hausaufgaben gesichert.

Foto: https://www.pexels.com/photo/adult-blank-business-company-515171/


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