Medienkompetenz heute schon im Kindesalter fördern


Kinder heute wachsen ganz anders auf als noch ihre Eltern aufgewachsen sind. Innerhalb einer Generation hat sich viel verändert. Die wenigsten Mütter bleiben die ganze Zeit zu Hause, Kinder verbringen nicht mehr so viel Zeit im Freien und spätestens ab dem dritten Geburtstag verdrängt das Tablet das Holzpferd von der Wunschliste.

media competence
Foto: Jennie Robinson Faber Flickr.com  (CC BY 2.0)

Wie der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos schon sagte: „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“ Deshalb sollten die ehemaligen Kinder, die nun selbst Eltern sind, mit der  Zeit gehen und Kinder entsprechend erziehen. Dazu gehört auch, sie spielerisch an einen vernünftigen Umgang mit dem Internet und all seinen Möglichkeiten zu gewöhnen.

So lernen Kinder den Umgang mit Whatsapp & Co

Die meisten Kinder heutzutage haben ein Handy, damit sie im Notfall immer erreichbar sind oder zu Hause anrufen können. Natürlich lernen Kinder den Umgang mit dem Smartphone schneller als die Erwachsenen selbst, und nutzen es nicht nur im Notfall, sondern im Alltag, auf dem Weg zur Schule, in der Pause und auf dem Heimweg. Mit der besten Freundin oder dem Kumpel vom Fußball gibt es einfach so viel zu erzählen, lustige Bilder auszutauschen und sich zu verabreden. Besonders weil Kinder den Umgang mit dem Smartphone heute so intuitiv erlernen, wird es oft zum ständigen Begleiter und nur noch selten aus der Hand gelegt.

Damit Kinder den vernünftigen Umgang mit dem Smartphone erlernen, ist es sinnvoll, ein begrenztes Guthaben, das von nahezu allen Anbietern angeboten wird, auf das Handy zu laden, das dann durch Telefonie, SMS und Internetnutzung genutzt werden kann. Ist es aufgebraucht, entstehen keine weiteren Kosten, bis das Guthaben von den Eltern wieder aufgeladen wird. Eine gewisse Kostenkontrolle ist hier gut möglich, und gleichzeitig wird das Kind an den Gedanken herangeführt, dass ein Telefon und seine Nutzung Geld kosten und mit Bedacht eingesetzt werden sollte.

Eltern sollten mit gutem Beispiel voran gehen

Eltern sollten darauf achten, dass Kinder verstehen, dass auf sozialen Medien veröffentlichte Informationen und Bilder nicht so einfach gelöscht werden können. Auch Dienste wie Whatsapp können durch Filter so eingestellt werden, dass fremde Kontakte geblockt werden. Eltern sollten unbedingt darauf achten, wer im Adressbuch ihres Kindes steht. Zur kompetenten Begleitung gehört auch, dass Eltern selbst sich mit sozialen Netzwerken und Nachrichtendiensten beschäftigen, damit sie Kindern zur Seite stehen können, sollte es zu Problemen kommen.

Eltern sind natürlich auch in Ihrer Vorbildrolle gefragt, denn wer selbst vom Smartphone abhängig ist, kann von seinen Sprösslingen keine Wunder erwarten. Beim Abendessen sollte das Smartphone nicht mit am Tisch liegen, und während einer Unterhaltung auch nicht gezückt werden. So lernen Kinder, dass persönliche Gespräche Vorrang vor einer Nachricht haben, die zwar in der Hosentasche piepst, aber auch in einer halben Stunde noch zu lesen ist.


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