Rollenspiele – Wichtig für die Entwicklung sozialer Kompetenzen


„Heute gehen wir zum Doktor. Der möchte sehen, wie es dir geht!“ Marie nimmt ihre Puppe und fährt sie im Puppenbuggy zum Arzt im Wohnzimmer. Dort wartet bereits die Mama mit Stethoskop und im weißen Kittel.

Ein typisches Rollenspiel, welches Eltern bekannt vorkommen mag. Ob nun der Puppendoktor, der Busfahrer oder der Dompteur im Zirkus. Kinder schlüpfen immer wieder gern in andere Rollen und erleben spielerisch Szenen des wahren Lebens.
Doch warum ist diese Form des Spiels so wichtig und wie können Eltern ihren Nachwuchs dabei unterstützen?

Mit drei Jahren beginnt es

Im Durchschnitt sind die Kinder ungefähr drei Jahre alt, wenn sie das erste Rollenspiel bewusst beginnen. Oftmals allein mit ihren Puppen oder Plüschtieren und auch in der Gemeinschaft Gleichaltriger, wie beispielsweise im Kindergarten. Sie versuchen alltägliche Situationen spielerisch darzustellen. Noch nicht komplex und kompliziert, aber für ihr Alter oftmals schon sehr erstaunlich.
So müssen die Kleinen ein recht gutes Vorstellungsvermögen zeigen, wenn es zunächst um die Verteilung der Rollen geht.

„Ich bin die Mama und du das Kind“

Ein Klassiker unter den Rollenspielen. Dann gilt es sich untereinander zu einigen, welche Situation gespielt wird. Beispielsweise das gemeinsame Abendbrot oder eine Ausflug in den Zoo. Hier können Kinder sehr kreativ sein.

Wenn Emotionen hinzukommen

Mit zunehmendem Alter mischen sich mehr und mehr Emotionen ein. Das ist unglaublich wichtig, wenn es darum geht, soziale Kompetenzen zu stärken und zu erlernen. Lernen durch erleben, heißt die Zauberformel. Nicht selten müssen bei der Rollenspielplanung Konflikte gelöst werden. Oder aber während des Spiels merken Kinder, dass sie es sich anders vorgestellt haben. Kompromisse schließen, nach Lösungen suchen und sich gegenseitig bestärken. Große Worte für kleine Kinder und dennoch umschreibt es in der Tat das, was die Kleinen dort erlernen. Unbewusst und spielerisch.

Ängste, Sorgen und Kummer der Kleinen besser verstehen

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Das merken bereits Kinder in jungen Jahren. Die Oma musste ins Krankenhaus, das geliebte Haustier ist verstorben oder das Lieblingspielzeug ist kaputt gegangen. Das weckt starke Emotionen. Da Kinder darüber noch nicht wortgewandt sprechen können, zeigen sie es dafür umso deutlicher in ihren Rollenspielen. Sie verarbeiten auf diese Weise das Erlebte und teilen sich unmissverständlich mit. Eltern sollten aufmerksam sein und sich die Zeit nehmen, ihr Kind beim Rollenspiel zu beobachten.
Manchmal ist es auch ein Streit mit dem Kindergartenfreund, der die kleine Seele belastet. Flux wird mit dem Teddy auf ähnliche Art und Weise diskutiert und geschimpft.

Selbst mitspielen – Hin und wieder die Welt durch Kinderaugen sehen ist bereichernd
Um Kinder in manchen Situationen und in ihrem Rollenspiel ein wenig besser zu verstehen, ist es wichtig, dass Eltern sich hin und wieder ganz darauf einlassen. Sie unterstützen ihren Nachwuchs durch das Bereitstellen einiger Utensilien und es kann nicht schaden, die Welt noch einmal durch Kinderaugen zu sehen.
Vor allem ältere Kinder nehmen tagtäglich ihre Umwelt wahr und ahmen sie nach. Alltagssituationen der Eltern, wie kochen, putzen oder werkeln werden nachgespielt.

Wenn Sie ihren Kindern nun nicht den Werkzeugkasten, Lebensmittel oder Geschirr als Utensilien zum Spielen zur Verfügung stellen wollen, hilft Jako-o aus. Für Rollenspiele wie beispielsweise „Mama kocht für die Kinder essen“ oder „Papa repariert das Fahrrad“ finden Sie hier passendes Zubehör.

Fazit

Kinder üben spielerisch den Ernst des Lebens, in dem sie immer wieder in andere Rollen schlüpfen. Für die geistige und soziale Entwicklung ist diese Form des Spiels enorm wichtig. Einige Kinder leben es intensiver aus, andere nicht so stark. Dennoch schlüpfen alle Kinder ab und an in eine andere Rolle und das ist auch gut so.


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