Vitamin B6


Vitamin B6Vitamin B6 ist ein Sammelbegriff von Pyridoxol, Pyridoxal und Pyridoxamin, drei chemisch ähnliche Stoffe, die alle eine Vorstufe des aktivem Vitamins Pyridoxalphosphat bilden.
Der menschliche Stoffwechsel kann diese drei Stoffe ineinander überführen. Da es dem menschlichen Körper nicht möglich ist Pyridoxalphosphat selbstständig herzustellen, gilt Vitamin B6 als essentieller Nährstoff.

Funktionen von Vitamin B6

Die wichtigste Rolle spielt dieses Vitamin im Eiweißstoffwechsel. Der Eiweißstoffwechsel beschreibt einen Prozess, indem aus körperfremden Stoffen, z.B. Eiweiß aus Fleisch, körpereigene Stoffe, z.B. Hormone hergestellt werden.
Pyridoxin wird benötigt um die dafür benötigten Co-Enzyme PLP (Pyridoxalphosphat) und PMP (Pyridoxaminphosphat) bilden zu können.
Neben der Aktivität beim Eiweißstoffwechsel, werden diese Co-Enzyme benötigt, um verschiedene Botenstoffe im Nervensystem bilden zu können. Dazu zählen Dopamin, Histamin und Serotonin.
Außerdem ist Vitamin B6 am Fettstoffwechsel beteiligt und trägt zudem einen Anteil zum Immunsystem bei.

Täglicher Bedarf

Der Bedarf an aufzunehmenden Vitamin B6 hängt von Alter, Geschlecht und Eiweißaufnahme ab. Die Durchschnittswerte liegen bei Männern bei 1,5mg, Frauen 1,2mg und Kindern bei 0,4 – 0,7 mg (bis 7 Jahre) und 1 bis 1,4mg (ab 7 Jahre).
Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Hier sollte die tägliche Zufuhr bei etwa 1,9mg liegen.

Vorkommen in Lebensmitteln

Die besten Lieferanten für dieses Vitamin sind tierischer Herkunft. Besonders Innereien wie Leber oder Niere sind reichhaltig. Doch auch in Fisch wie Markrele oder Sardinen ist ein reiches Vitamindepot zu finden. Doch auch Vegetarier können Quellen wählen, die ihren Vitaminbedarf gut abdecken. Hierzu zählen vor allem Kartoffeln, Vollkorngetreide und dessen Erzeugnisse, als auch Obst und Gemüse. Achtung ist geboten bei der Zubereitung dieser Lebensmittel. Durch Erhitzen kann ein Vitaminverlust von bis zu 40 Prozent eintreten, beim Einfrieren sind sogar Verluste von 50 Prozent zu verzeichnen.
Es wird daher empfohlen besonders Obst und Gemüse in rohem Zustand zu verzehren, besonders, wenn wenig oder keine tierischen Vertreter der B6-Lieferanten konsumiert werden.

Mangelerscheinungen

Erste Anzeichen eines B6-Mangels treten vor allem an der Haut auf. Dermatitis (Hautentzündungen), Glossitis (Entzündung der Zungenschleimhaut) und Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut) sind erste Symptome.
Ebenso kann ein Mangel zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfallerkrankungen führen.
Da dieses Vitamin an vielen Prozessen des Nervensystems mitwirkt können als Mangelerkrankungen ebenso depressive Verstimmungen, Krämpfe, Verwirrtheit und Konzentrationsschwäche auftreten.

Überdosierung

Vitamin B6 gehört zu den Vitaminen, die nicht einfach bei einer Überdosierung unverbraucht ausgeschieden werden. Daher können sich bei längerer, zu hoher Einnahme von Pyridoxin einige Symptome auftreten.
Auch hier sind besonders die Nerven betroffen. So kommt es u.a. zu Missempfindungen der Haut (Ameisenkribbeln) oder Taubheitsgefühlen.
Jedoch treten diese Erscheinungen erst ab einer täglichen Einnahme von mind. 1g Vitamin B6 am Tag auf, ein Zustand, der durch die normale Zufuhr über die Ernährung kaum erreicht werden kann.

Vitamin B6 auf einen Blick

Vorkommen: tierische Produkte, Kartoffeln, Getreide, Obst, Gemüse
täglicher Bedarf:

  • Männer 1,5mg
  • Frauen: 1,2mg
  • Kinder bis 7 Jahre: 0,4-0,7mg
  • Kinder ab 7 Jahre bis 15 Jahre: 1-1,4mg
  • Schwangere/Stillende: 1,9mg

Funktion: Co-Enzym, Botenstoffbildung, Eiweiß- und Fettstoffwechsel
Mangel: Haut- und Schleimhautentzündungen, nervenbezogene Schwächen
Überdosis: Missempfindungen im Hautbereich ab 1g pro Tag

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