Von Anfang an gesund: Babys erste Mahlzeiten


Nach über neun Monaten Wartezeit freuen sich alle Eltern, wenn der langersehnte Nachwuchs endlich das Licht der Welt erblickt. Alle Sorgen, die während der Schwangerschaft aufgetreten sind und geplagt haben, sind mit einem Mal vergessen, wenn das Neugeborene endlich gesund in den Arm genommen werden kann. Eine der wichtigsten Fragen, die Eltern nach der Geburt beschäftigen, ist die nach der richtigen und besten Ernährung für das Baby. Diese Sorge kommt nicht von ungefähr, denn schließlich kann die Ernährung entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes haben und das ein Leben lang.

Babys erste Mahlzeiten
Foto: Andrew Branch Unsplash.com  (CC0 1.0) 

Muttermilch als Grundlage für einen gesunden Start ins Leben?

Ein Baby zu stillen ist die natürlichste Möglichkeit sein Kind von Anfang an zu ernähren. Fast überall wird geschrieben, dass Stillen das Beste für das Baby ist, aber nicht jede Mutter kann oder möchte Stillen. Die Gründe dafür sind vielfältig und Entscheidungen gegen das Stillen sind persönlich und sollten von anderen Leuten nicht hinterfragt werden. Wenn ein Baby nicht gestillt wird, heißt das aber nicht automatisch, dass es eine schlechte Mutter hat oder ihm Nachteile daraus erwachsen müssen. Auch Flaschenkinder können gesund und glücklich aufwachsen! Die richtige Ernährung von Babys und Kleinkindern ist dabei jedoch ein Thema, das nicht nur Eltern interessiert, sondern auch die Politik beschäftigt. So hat beispielsweise das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft viele Ratgeber und Informationen bis hin zu einer App für Eltern im Angebot.

Säuglingsmilch als Alternative zur Muttermilch?

Mütter die Ihr Baby nicht stillen können oder wollen haben die Möglichkeit, sich für eine Säuglingsmilch zu entscheiden. Die Auswahl ist dabei riesig. Natürlich möchte man bei dieser Entscheidung nichts falsch machen und daher kann es sich lohnen Experten wie zum Beispiel Hebammen oder Krankenhauspersonal zu befragen oder die Meinungen und Erfahrungen von befreundeten Eltern einzuholen. Auch Untersuchungen und Testergebnisse von unabhängigen Verbraucherportalen wie zum Beispiel der Stiftung Warentest können bei der Entscheidung für oder gegen eine Säuglingsmilch helfen.

Für welche Flaschenmilch Eltern sich auch entscheiden, ein wirklich gleichwertiger Ersatz für Muttermilch ist keine der angebotenen Marken. Denn Muttermilch und die mit ihr verbundenen Vorteile können nicht eins zu eins ersetzt werden. In jedem Fall ist Säuglingsmilch aber die zweitbeste Option direkt nach der Muttermilch und auch sie hilft dabei, dass Kinder gesund ernährt werden und gesund aufwachsen. Am besten beginnt man bei Flaschenkindern mit Premilch, weil bei dieser der Zuckergehalt am geringsten ist und das Baby nicht zu früh an möglichst süße Ernährung gewöhnt wird. Schließlich wird der Geschmack eines Menschen vom frühsten Babyalter an geprägt.

Nahrungsmittelallergien bei Babys und Kleinkindern

Das Thema Allergien ist auf dem Vormarsch und immer mehr Eltern befürchten, dass ihr Nachwuchs an einer Allergie leiden könnte. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Lebensmittelallergie, Kontaktallergie oder eine Allergie auf Umwelteinflüsse handelt.

Es hat den Anschein, dass Allergien bereits im Kindesalter immer mehr zunehmen und die Gründe dafür sind vielfältig. Dennoch sollten besorgte Eltern bedenken, dass nicht jede Verdauungsstörung gleich das Ergebnis einer Lebensmittelallergie wie zum Beispiel Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz ist. In der Regel gibt es neben Verdauungsstörungen auch andere Hinweise auf eine tatsächliche Allergie. Hautprobleme und Atemwegsprobleme als Kuhmilchallergie-Symptome sind ebenso möglich wie Verdauungsstörungen. Das gilt aber durchaus nicht nur bei einer Kuhmilchallergie, sondern auch bei anderen auftretenden Allergien.

Allergien beim Kind erkennen und richtig reagieren

Durch die Vielzahl an Symptomen, durch die sich eine Allergie zeigen kann, ist es gar nicht so einfach diese wirklich zu erkennen, sie richtig zu diagnostizieren und dann richtig zu reagieren. Nicht jedes Unwohlsein und jeder Pickel eines Babys deutet gleich auf eine Allergie hin und nicht jeder Durchfall oder jedes Erbrechen auf eine Verdauungsstörung, die durch eine Lebensmittelunverträglichkeit ausgelöst wird. Eltern sollten also nicht sofort von einer Allergie ausgehen, aber dennoch die Symptome genau beobachten, da ja auch eine andere Krankheit dahinterstecken kann.

Bei anhaltenden Symptomen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, der dann eine sichere Diagnose stellen kann. Steht fest, dass das Kind tatsächlich an einer Lebensmittelallergie leidet, sollte die Ernährung mit Hilfe von Fachleuten an die neuen Bedürfnisse angepasst werden. Keinesfalls empfiehlt es sich, auf den einfachen Verdacht einer Allergie hin die Ernährung des Kindes umzustellen und es beispielsweise nur noch glutenfrei oder laktosefrei zu ernähren.

Eine Lebensmittelallergie wird sich bei einem Baby sicher erst dann wirklich zeigen und auch diagnostizieren lassen, wenn es nicht mehr ausschließlich mit Milch – sei es Muttermilch oder Säuglingsmilch – gefüttert wird. Die ersten Symptome werden in der Regel erst dann auftreten, sobald das Kind neben der Brust oder Flasche auch Beikost bekommt und die Ernährung langsam auf Brei und feste Lebensmittel umgestellt wird.

In Sachen Allergie ist Vorbeugen auch nicht immer besser als heilen, sodass es nichts bringen wird, Babys und Kinder in einer nahezu sterilen und desinfizierten Umgebung aufwachsen zu lassen. Auch Spezialnahrung für Allergiker sollte wirklich nur bei gefährdeten Kindern gefüttert werden. Schließlich sollen gesunde Kinder auch die Chance haben, Abwehrkräfte aufzubauen!


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