So klappt es mit der Selbstständigkeit mit Kind(ern)


Selbstständigkeit
foto: ©Dean Drobot/ Shutterstock

Es ist nicht immer leicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Meist kollidieren die Arbeitszeiten mit den Öffnungszeiten der Kindergärten und Schulen oder mit plötzlich auftretenden Krankheiten des Nachwuchses. Viele Eltern ziehen daher den Schritt in die Selbstständigkeit in Erwägung, weil er mehr Flexibilität verspricht. Auf was Mütter und Väter achten müssen, wenn sie sich selbstständig machen wollen, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Gründe für eine Selbstständigkeit

Elternschaft bringt immer Veränderungen sowohl im Privat- als auch im Berufsleben mit sich. Während Sie vor der Schwangerschaft mehr Zeit als Paar hatten und Überstunden im Unternehmen vielleicht einfach dazugehörten, stellen Sie unvorhergesehene Ereignisse jetzt vor ein massives Betreuungsproblem. Ähnlich verhält es sich, wenn der Nachwuchs krank ist. Dann sind Sie es ebenfalls. Viele Eltern stehen unter permanentem Druck, weil sie nicht nur ihren Beruf, sondern gleichzeitig ein erfülltes Familienleben haben möchten. Eine logische Konsequenz kann entweder eine Teilzeitstelle oder die Selbstständigkeit sein, die folgende Vorteile bietet:

  • Mehr Flexibilität
  • variable Arbeitszeiten
  • Bessere Vereinbarung von Arbeit und Familie
  • Mehr Abwechslung
  • Mehr Zeit für die Kinder

Planen Sie Ihre Selbstständigkeit

Sie haben sich für die Selbstständigkeit entschieden, um mehr Zeit für Ihre Familie zu haben? Dann arbeiten Sie, wenn Sie Ihre Kinder in den Kindergarten oder in die Schule gebracht haben und am Abend, wenn die Kleinen bereits schlafen! Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihre Arbeit immer pünktlich erledigen müssen – trotz Familie und Haushalt. Zwingen Sie sich dazu, die Wäsche einmal liegenzulassen oder den/die Partner/in diesbezüglich einzuspannen. Organisieren Sie bestenfalls Ihre täglichen Abläufe, bis sich eine gewisse Routine eingestellt hat.

Bedenken Sie außerdem, dass Sie viele zeitintensive Aufgaben nebenbei erledigen müssen. Dazu zählt beispielsweise das Schreiben von Aufträgen und Rechnungen oder die Durchführung der Buchhaltung. Das wird Ihnen am Anfang vielleicht noch schwerfallen, weil Sie sich mit der Thematik noch nicht auskennen. Es kann sinnvoll sein, sich Unterstützung durch eine Buchhaltungssoftware zu holen. Diese hilft Ihnen sowohl bei der Auftragsbearbeitung als auch bei der –verwaltung ebenso wie bei der Steuererklärung. Diese wird am Anfang durch eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellt, da Sie zu Beginn Ihrer Karriere weniger als 17,500 Euro erwirtschaften und somit als Kleinunternehmer gelten. Bezüglich der Kleinunternehmerregelung kann Ihnen im Übrigen dieser Online-Rechner weiterhelfen.

Richten Sie sich ein Arbeitszimmer ein

Versuchen Sie Beruf und Privatleben durch ein Arbeitszimmer zu trennen. Die räumliche Trennung wird Ihnen beim Abschalten helfen. Wenn Ihre Kinder schon älter sind, erklären Sie Ihnen, dass Sie arbeiten müssen, wenn die Zimmertür zu ist und dass Sie dann nicht gestört werden möchten. Ansonsten passiert es schnell, dass Sie Ihre Tätigkeiten unterbrechen und am Ende des Tages nichts von Ihrer To-do-Liste abgearbeitet haben.

Weiterhin benötigen Sie passendes Mobiliar fürs Home-Office:

  • Schreibtisch
  • Ergonomischer Schreibtischstuhl
  • Computer, Laptop und/oder Tablet
  • Tastatur und Maus
  • Internetanschluss
  • Drucker/Scanner/Kopierer
  • Ausreichend Stauraum für Ihre Unterlagen

Dank Fördermittel zur Selbstständigkeit

Natürlich ist die Selbstständigkeit mit viel Arbeit verbunden, die sich zunächst auch auf Ihr Privatleben auswirken wird. In der ersten Zeit werden Sie wahrscheinlich mehr als acht Stunden täglich arbeiten und finanzielle Einbußen in Kauf nehmen müssen, bis sich Ihre Geschäftsidee als rentabel erweist. Um das zu schaffen, benötigen Sie neben viel Disziplin und einem guten Zeitmanagement in erster Linie einen Businessplan. Dieser hilft Ihnen dabei, Ihren Plänen eine Struktur zu geben und sie besser umzusetzen. Alle Fakten zum Businessplan finden Sie auf der Informationsseite von existenzgruender.de.

Der Businessplan hilft Ihnen außerdem bei der Beantragung von Fördermitteln:

  • Gründungszuschuss: Dieser ist besonders für Elternteile interessant, die vorher arbeitslos waren und ein Restanspruch von mindestens 150 Tagen auf ALG I haben. Zusätzlich könnten Sie monatlich 300 Euro zur sozialen Absicherung erhalten. Voraussetzung dafür ist ein solides Konzept und die Eignung für eine Existenzgründung.
  • Kindergeld: Eltern haben generell einen Anspruch auf Kindergeld. Als Selbstständige müssen Sie lediglich einen Antrag bei der Familienkasse stellen.
  • Elterngeldzahlung: Diese Förderung müssen Sie bei der Elterngeldstelle beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihr Kind eigenständig betreuen und nicht mehr als 30 Stunden pro Woche beruflich tätig sind.

Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Fördermöglichkeiten – unabhängig davon, ob Sie Kinder haben oder nicht. Eine übersichtliche Aufstellung finden Sie hier.

Zur Starseite Elternmagazin.net

 

foto: ©Dean Drobot/ Shutterstock


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