Vegetarische Ernährung : kann man sie Kindern aufzwingen?


Essen

Unsere Essgewohnheiten haben sich bereits in der Kindheit sich im Kopf verfestigt, die sich aber im Laufe des Lebens unter externen Einflüssen ändern kann. Krankheiten, körperliche Beschwerden, ein verändertes Denken in Religion sowie die mögliche Abneigung gegenüber der Lebensmittelindustrie führen zur Anpassung der Ernährung. Eine vegetarische Lebensweise kann als Folgeerscheinung im Lebensprozess daher nicht ausgeschlossen sein und ist keine genetisch veranlagte Haltung. Von daher stellt sich die Frage, ob Eltern ihre vegetarische Ernährung den Kindern auch aufzwingen können. Die Erziehung auf Ebene der Ernährung ist auch von großer Bedeutung und sollte zwingend mit den Kindern kommuniziert werden.

Die vegetarische Ernährung und der Verzicht

Dass die vegetarische Ernährung bei sinnvoller Zusammenstellung der Lebensmittel gesund ist, ist anhand vieler wissenschaftlicher Studien bereits nachgewiesen. Im Artikel auf https://vebu.de/gesundheit/lebensmittel/686-vegetarische-ernaehrungspyramide veröffentlichte der Vegetarierbund Deutschland, kurz VEBU, eine „Veggie-Ernährungspyramide“ für eine gesundheitsfördernde Ernährung. Und diese Pyramide gilt auch optional für die vegane Lebensweise. Demnach stellen Wasser, Obst, Gemüse und als weitere Stufe die Gruppe der Getreide und Kartoffeln ( Empfehlung: 2-3 Mal am Tag) die wichtigsten Lebensmittelgruppen. Eier und Milchprodukte stellen optionale Gruppen dar.Hier ist auch ein empfehlenswertes Video von Bettina Halbach zu den sekundären Pflanzenstoffen:

Die Gründe zum Vegetarismus sind vielfältig. Neben gesundheitlichen Gründen verzichtet ein überwiegender Teil der Vegetarier bewusst auf Fleisch als Protest gegen die Massentierhaltung und gegen die Tierquälerei, die immer wieder auf erschütternde Weise in den Medien die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erreichen. Auch Umweltaspekte wie etwa der erhöhte CO2 Ausstoß bei der Produktion von Wurstsorten oder die Brandrodung der Wälder zur Vergrößerung der Weideflächen sind Faktoren, die gegen den Fleischkonsum sprechen.

Der Verzicht auf Fleisch fällt meist individuell und aus eigenem Antrieb. Doch können Eltern mit dieser Haltung auch Kinder dazu zwingen, dieselbe Ernährung anzueignen?

Warum ein Verbot problematisch ist

Diese Frage zu beantworten, sollte einem nicht schwer liegen. Denn nach eigenen Erfahrungsberichten von Eltern oder Elternteilen mit vegetarischer Ernährungsweise ist ein Verbot alles andere als angebracht. Gerade in der Wachstumsphase sind wichtige Eiweißstoffe, Proteine und tierische Fette essentiell und eine ausgewogene Ernährung durch rein vegetarische Produkte nicht garantiert. Genau wie bei Süßigkeiten ( die im Idealfall nur gelegentlich verzehrt werden sollten) macht auch bei Fleischprodukten ein Verbot wenig Sinn, zumal in der Realität Kinder bei Schulfesten, festlichen Anlässen, beim Besuch im McDonalds mit anderen Kindern früher oder später damit konfrontiert werden. Es ist schlichtweg in der Realität nicht möglich, dem Kind bestimmte Lebensmittel zu verbieten, da die Entscheidung für eine vegetarische Ernährung von jedem Menschen selbst getroffen wird. Selbst Anhänger großer Weltreligionen wie dem Buddhismus, Hinduismus oder dem Christentum, ernähren sich von Fleisch!

Sinnvoller ist allerdings, dem Kind die eigene Entscheidung treffen zu lassen, wie es sich ernährt – und dass ohne manipulativen Einfluss und dem Kind den eigenen Standpunkt zu erläutern. Die Problematik am Fleischkonsum in der Gesellschaft sollte hier diskutiert werden.
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