Energy-Shots: Gefährliche Energydrinks


Eine amerikanische Studie hat nun die Energy Drinks unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Energy Shots zeigen keine Wirkung im therapeutischen Sinne und ihre Inhaltsstoffe – sofern sie denn bekannt sind – können schädliche Stoffe enthalten, die zumindest die Gesundheit von Kindern aufs Spiel setzen. Ein hoher Konsum der Energiedrinks dürfte nicht nur gesundheitsgefährlich sein, sondern auch die Wirkung von Medikamenten beeinflussen.

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stephan Valentin Unsplash.com (CC0 1.0)

„Energy“ und ihre Risiken und Nebenwirkungen

Geschätzte 30 bis 50 Prozent der amerikanischen Erwachsenen und Jugendlichen konsumieren die beliebten Energy Shots. Aufgrund der in ihnen enthaltenen hohen Mengen an Koffein fanden die Energiedrinks schon häufiger ihren Weg in die Medien. So liegen bereits Berichte zu erheblichen gesundheitlichen Nebenwirkungen, die insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die unter Krampfanfällen, Diabetes, kardiologischen Auffälligkeiten oder Stimmungs- und Verhaltensänderungen leiden oder die bestimmte Medikamente nehmen, vor. In einigen Ländern ist der Verkauf oder die Bewerbung der Energie Shots bereits beschränkt.

Energy Drink
Das Geheimnis der Power

Typischerweise enthalten die Energy Shots Koffein, Zucker und Kräuter-Zusätze. Als weitere typische Inhaltsstoffe können Taurin, Glucuronolacton und Vitamine zugesetzt werden. Leisten sollen die Energiedrinks viel: Mehr Energie und Ausdauer, eine schnellere Gewichtsabnahme, eine verbesserte Konzentration und eine höhere Leistungsfähigkeit versprechen die Hersteller. Keine Frage, die Energiedrinks sind beliebt. In mehr als 140 Ländern werden sie vertrieben und stellen in der amerikanischen Getränkeindustrie den am schnellsten wachsenden Markt.

Die Hälfte der Energiedrinks wird an die Altersgruppe unter 25 Jahren verkauft. Die Inhaltsstoffe der Energy Drinks sind nicht immer bekannt und oft ist die Liste der Bestandteile nicht vollständig. In den USA ist der Koffeingehalt der Softdrinks zwar beschränkt, doch das betrifft nicht die Energie Shots – denn diese sind nicht als Lebensmittel, sondern als „Nahrungsergänzungsmittel“ klassifiziert.

Koffein wird zur Todesfalle

Ein mäßiger Koffein Konsum ist für gesunde Personen durchaus tolerierbar. Die Koffein-Mengen der Energie Shots gehen jedoch in vielen Fällen weit über moderate Grenzen hinaus. Hohe Mengen an Koffein wurden bereits mit Manien, Anfällen, Schlaganfällen und plötzlichen Todesfällen in Verbindung gebracht. Bei allen Fällen sind Kinder, besonders wenn sie in medikamentöser Behandlung sind, besonders hohen Risiken ausgesetzt. In den Medien finden sich zahlreiche Berichte über ernsthafte Zwischenfälle und auch in der Medizin wurden erste Fälle dokumentiert, doch ernsthafte und langfristige Untersuchungen und Studien zum Konsum der Energie Shots liegen noch nicht vor.

Energy Drinks geben Vollgas

Die typischen Sportdrinks (Gatorade, Powerade), die laut ihrer Hersteller den Körper optimal mit Flüssigkeit versorgen sollen (Rehydration), enthalten Glucose und Elektrolyte, um während des Trainings einer Dehydration vorzubeugen. Die mit Vitaminen angereicherten Wasser (Dasani Plus, SoBe Lifewater, Glacéau Vitamin Water) machen noch ausgedehntere, jedoch auch weichere Versprechungen, wenn sie die Leistungsfähigkeit verbessern und das Immunsystem stärken wollen.

Die mit Vitaminen, und gesundheitsversprechenden Inhaltsstoffen – aber ganz ohne Stimulanzien – angereicherten Wasser verhindern ebenfalls die Dehydration und können einem Mangel ihrer Inhaltsstoffe vorbeugen. Eine weitere und ganz besondere Kategorie der beliebten Drinks nehmen die Energiedrinks (Red Bull, RockStar, Monster Energy) ein. Die Energie Shots wollen nicht ausgleichen, sondern gehen aufs Ganze. Laut ihrer Hersteller erhöhen sie die Energie, die Ausdauer und de Leistungsfähigkeit – und zwar sofort. Und tatsächlich erhöhen sie die Atem- und Herzfrequenz, aber auch den Blutdruck. Rehydrieren können sie den Körper nicht.

Die Gefahr lauert im Supermarktregal

Kaufen Verbraucher ihre nicht-alkoholischen Softdrinks im Supermarkt, erwarten sie selten Stoffe, die sie in der Notaufnahme landen lassen. Die Risiken und Nebenwirkungen der Energie Shots sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Wenn auch langfristige Studien zu den Energiedrinks noch ausstehen, so werden diese die Drinks und ihren hoch dosierten Inhaltsstoffen – allen voran dem Koffein – kaum ein Unbedenklichkeitssiegel ausstellen können. Vor hohem Konsum der Energiedrinks kann wohl schon heute gewarnt werden. Kinder und alle, die Medikamente nehmen, sollten bei den Energy Shots besondere Vorsicht walten lassen.


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