Schwangerschaftsdiabetes


Schwangerschaftsdiabetes – ein Thema, dass vielen werdenden Müttern Angst bereitet. Etwa 3,4% aller schwangeren Frauen in Deutschland leiden in der zweiten Schwangerschaftshälfte an der Zuckerkrankheit, die auch Gestationsdiabetes genannt wird. Tatsächlich kann sich der gestörte Blutzuckerspiegel negativ auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken. Doch besteht nicht sofort Grund zur Panik. Wir erklären wie die Zuckerkrankheit entsteht, welche Risiken sie birgt und wie sie vermieden werden kann.

Schwangerschaftsdiabetes
Foto: Image Point Fr / shutterstock.com

Die Ursachen des Schwangerschaftsdiabetes

Der Grund, weshalb es gerade in der Schwangerschaft zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel kommen kann, ist die vermehrte Ausschüttung von bestimmten Hormonen, die Diabetes begünstigen. Dazu gehören die Sexualhormone Östrogen und Progesteron und die Plazentahormone (HCG). Zwar wird die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse oftmals durch eben diese Hormone verstärkt, dennoch bleibt eine Reaktion der Zellen, in die das Glukose eingelagert werden soll, häufig aus. Das führt auf Dauer zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.

Bei anderen betroffenen Frauen produziert die Bauchspeicheldrüse von Anfang an zu wenig Insulin, was Diabetes zur Folge hat. Es gibt aber auch schon vor der Schwangerschaft Risikofaktoren, die einen Schwangerschaftsdiabetes begünstigen:

  • BMI von über 27
  • Diabetes Erkrankung in der Familie
  • Alter von über 30 Jahren
  • Fehlgeburten in der Vergangenheit

Die typischen Symptome

Viele Diabetiker bemerken eine Erkrankung häufig nicht, da sie sich unspezifischen Symptomen äußert. Während Diabetiker häufig unter starkem Durst und starkem Harndrang leiden, sind solche Beschwerden bei Schwangeren nicht zu beobachten. Unter werdenden Müttern bleibt die Erkrankung ohne ärztliche Untersuchung noch häufiger unentdeckt. Mögliche Symptome können sein:

  • vermehrt Harnwegsinfektionen
  • Zucker im Urin
  • Erhöhte Fruchtwassermenge

Körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft sind natürlich nicht ungewöhnlich, sodass viele Frauen die Symptome der Schwangerschaft zuschreiben. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle beim Arzt. Nur so kann eine Störung rechtzeitig erkannt und behandelt werden bevor sich Gesundheitsrisiken entwickeln.

Die Risiken für Mutter und Kind

Bleibt ein Schwangerschaftsdiabetes unentdeckt und unbehandelt, kann dies für Mutter und King einige Risiken bergen. Zum einen besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Mutter nach der Geburt, einen chronischen Diabetes mellitus entwickelt. Ein anderes Problem ist das verstärkte, ungesunde Wachstum des Kindes durch den
erhöhten Blutzucker-und Insulinspiegel.

Oft kommt es beim Gestationsdiabetes zu einer Frühgeburt
und das Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt.
Zudem leiden die Kinder nach der Geburt häufiger am Atemnotsyndrom. Wenn der Schwangerschaftsdiabetes schon in der Frühschwangerschaft aufgetreten ist, besteht auch ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen.

Die Behandlung und Prävention

Auch wenn die Risiken zunächst sehr beängstigend klingen, so ist ein Gestationsdiabetes doch behandelbar. Ein zu hoher Blutzuckerwert kann mit gespritztem Insulin reguliert werden. Allerdings dürfen Antidiabetika nicht oral eingenommen
werden. Zu diesen Antidiabetika, die für die orale Einnahme gedacht sind, gehören z.B. Metformin und Sulfonylharnstoffe.

Neben der Zugabe von Insulin spielt die richtige Ernährung sowohl bei der Behandlung als auch bei der Prävention eine große Rolle. Die optimale tägliche Kalorienzufuhr
einer schwangeren Frau liegt bei etwa 1800 bis 2000 kcal. Wichtig ist nicht nur, wie viel gegessen
wird, sondern auch was gegessen wird.

Die werdende Mutter sollte auf Weißmehl oder Fruchtzucker verzichten, da der Zucker hier innerhalb kürzester Zeit und in hohen Dosen ins Blut abgegeben wird. Kohlenhydrate, die aus Vollkornprodukten gewonnen werden, können aber ohne Bedenken konsumiert werden. Hier wird der Zucker nur sehr langsam, dafür aber stetig aufgenommen.

Quellen: HealthExpress, Netdoktor, Diabetes Schweiz, Baby und Familie

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